Bianchi Folgorissima 1949

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Edoardo Bianchi ist wohl eine der wichtigsten Persönlichkeiten in der Welt des Fahrrads. Er wurde 1865 im Herzen von Mailand geboren und wuchs in einem Waisenhaus im Stadtzentrum auf, wo er eine wunderbare Ausbildung genoss und, was unglaublich ist, mit dem Maschinenbau vertraut gemacht wurde. Kurz vor seinem 20. Geburtstag im Jahr 1885 machte sich Edoardo selbstständig und eröffnete seine eigene Werkstatt. Sein Motto war einfach und klar: die besten Komponenten verwenden und das bestmögliche Produkt anbieten, deshalb kann man sicher sein, dass alte Bianchi-Fahrräder von höchster Qualität sind. Jeder hat schon einmal den charakteristischen blau-grünen Farbton gesehen, der ein Synonym für Bianchi-Fahrräder ist. Der korrekte Name für diese Farbe ist Celeste. Dieses Wort bedeutet aus dem Italienischen ins Deutsche übersetzt "himmlisch" oder "blau". Viele Marken auf dem Markt versuchen, sofort erkennbare Logos zu haben, aber nichts erregt so viel Aufmerksamkeit wie die auffällige Farbe Celeste.
Die Bianchi Folgorissima zählt zu den seltensten und geschichtsträchtigsten Rennradmodellen der italienischen Fahrradgeschichte. Vorgestellt im Jahr 1949, entstand sie in einer besonders bedeutenden Epoche des Radsports und repräsentiert die außergewöhnliche Ingenieurskunst und Handwerksqualität des traditionsreichen Hauses Bianchi. Als damaliges Spitzenmodell markierte die Folgorissima einen wichtigen technischen Entwicklungsschritt. Besonders bemerkenswert war die Einführung der innovativen Campagnolo-Einhebel-Schaltung mit vier Gängen, die einen bedeutenden Schritt in Richtung moderner Kettenschaltung darstellte. Die Folgorissima war nur für einen sehr kurzen Zeitraum erhältlich und wurde bereits 1950 nach Fausto Coppis legendärem Sieg bei Paris–Roubaix in Paris-Roubaix umbenannt. Damit nimmt die Bianchi Folgorissima eine ganz besondere Stellung in der Geschichte des italienischen Rennradbaus ein. Sie steht für den Übergang zu einer neuen Generation von Rennrädern und ist eng mit der goldenen Ära des Radsports und dem Namen Fausto Coppi verbunden.
Die Campagnolo Paris-Roubaix zählt zu den faszinierendsten und innovativsten Schaltkonstruktionen der frühen Nachkriegszeit. Entwickelt von Tullio Campagnolo Ende der 1940er-Jahre, steht dieses außergewöhnliche Schaltsystem für eine Epoche, in der italienische Ingenieurskunst, technische Innovation und professioneller Radsport untrennbar miteinander verbunden waren. Eine besondere technische Errungenschaft war die Zusammenführung der zuvor getrennten Bedienfunktionen des Campagnolo Cambio Corsa in einen einzigen Schalthebel. Über diesen Hebel am rechten Hinterbau ließ sich zunächst die Hinterradachse lösen und anschließend die Kette mithilfe einer speziellen Schaltgabel auf das gewünschte Ritzel bewegen. Durch Zurücktreten der Pedale wurde der Schaltvorgang unterstützt. Anschließend wurde das Hinterrad wieder fixiert und die Kettenspannung eingestellt. Ihren legendären Namen erhielt die Schaltung nach Fausto Coppis triumphalem Sieg beim Frühjahrsklassiker Paris–Roubaix im Jahr 1950. Die Verbindung zu einem der größten Radsportler aller Zeiten machte dieses Campagnolo-System endgültig zu einem Stück Radsportgeschichte.

Abmessungen

Rahmenhöhe 57 cm (c-t)
Top Tube 57 cm (c-t)
Head Tube 13,5 cm
Standover 80 cm

Ausstattung

Schaltung 1x4 Campagnolo Paris Roubaix
Schalthebel Campagnolo Paris Roubaix
Umwerfer Campagnolo Super Record (3 Loch)
Bremsen Universal Extra Brev
Kurbel Bianchi
Felge NISI
Sattelstütze -
Vorbau Ambrosio Champion Bianchi
Sattel Aquila 2 Leder
Naben Bianchi

Weiteres

Marke Bianchi
Modell Folgorissima
Extras Pedale, Flaschenhalter, Bianchi Schutzblech
Zustand komplett restauriert, geprüft & aufbereitet
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