In einer unscheinbaren Werkstatt in München entstand Rahmenbau auf höchstem Niveau: Wilhelm Altinger, von Zeitgenossen nicht umsonst als „Cartier von München“ bezeichnet, war ein Meister der absoluten Präzision. Seine Rahmen waren keine Serienprodukte – jedes Rohr wurde ausgewählt, angepasst und mit einer Sorgfalt verarbeitet. Altinger arbeitete bevorzugt mit anspruchsvollen Reynolds-Rohren: perfekte Lötstellen, aerodynamisch verschliffen, oft ohne sichtbare Übergänge – Handwerk auf einem Niveau, das eher an Flugzeugbau erinnerte als an Fahrradproduktion. Dass seine Arbeit auch im Leistungssport geschätzt wurde, zeigt ein Blick auf seine Kundenliste: Profis wie Dietrich Thurau und Sigi Renz vertrauten auf seine Rahmen – ebenso wie das deutsche Olympia-Team, das 1984 in Los Angeles Gold gewann. Ein echter Altinger war nie nur ein Fahrrad. Er war das Ergebnis von Erfahrung, Ingenieursdenken und kompromissloser Leidenschaft – gebaut für Menschen, die den Unterschied verstehen.
Es sind genau jene Momente, die man als Rennrad-Händler nicht missen möchte. Ende Februar 2026, kaum aus dem Winterschlaf erwacht, führte mich ein angenehmes Telefonat nach Dachau. Schon im Gespräch fiel die Beschreibung „nur das Beste vom Besten“. Eine der elegantesten Schaltgruppen ihrer Zeit trifft hier auf den Rahmen eines Meisters, dessen konstruktive Raffinesse selbst erfahrene Kenner überrascht. Ein Bremszug, geführt durch das Sattelrohr, feinste, nahezu filigrane Schaltzugführungen über dem Tretlager sowie die originale BMW-Rotlackierung verleihen diesem Rad eine technische wie ästhetische Einzigartigkeit, die ihresgleichen sucht. Entstanden ist dieser Rahmen in enger Zusammenarbeit zwischen Wilhelm Altinger und Rudolf Hartl – in nächtelanger, hingebungsvoller Handarbeit. Umso bemerkenswerter ist seine Existenz, denn Auftragsarbeiten für Amateurfahrer lehnte Altinger seinerzeit in der Regel ab. Dass dieses Projekt dennoch realisiert wurde, ist nicht zuletzt der Überzeugungskraft von Rudolf Hartl zu verdanken – in einer Herzlichkeit, die auch ich spüren durfte.
1983 war ein turbulentes Jahr für Campagnolo. Auf der einen Seite starb Tullio Campagnolo am 3. Februar im Alter von 81 Jahren. Auf der anderen Seite feierte das Unternehmen in diesem Jahr sein 50-jähriges Bestehen.Zur Feier des 50. Jahrestages und zum Gedenken an Tullio brachte das Unternehmen eine spezielle, limitierte Auflage der 50th Anniversary"-Gruppe heraus. Das Schaltwerk dieser Gruppe war ein Campagnolo Super Record der damaligen Zeit, veredelt mit einem "50"-Logo, echten Golddetails und einer geprägten Unterschrift von Tullio Campagnolo. Insgesamt wurden 15.000 Stück produziert, jedoch nur die ersten 5000 mit der berühmten Besitzerkarte versehen. Die Gruppe Nummer 2 wurde Papst Johannes Paul II. bei einer Zeremonie im Vatikan überreicht. Die Gruppe Nummer 1 wurde von Campagnolo behalten. Bis heute der heilige Gral des Rennrad-Sports.
Abmessungen
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Rahmenhöhe
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56 cm (c-t) |
| Top Tube |
55 cm (c-t) |
| Head Tube |
13,5 cm |
| Standover |
79,5 cm |
Ausstattung
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Schaltung
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2x6 Campagnolo 50th Anniversary Pat. 83 |
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Schalthebel
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Campagnolo 50th Anniversary |
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Umwerfer
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Campagnolo 50th Anniversary |
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Bremsen
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Campagnolo 50th Anniversary |
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Kurbel
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Campagnolo 50th Anniversary NR. 12408 |
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Felge
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Sattelstütze
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Campagnolo 50th Anniversary |
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Vorbau
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3ttt |
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Sattel
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Selle Italia Turbo |
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Naben
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Campagnolo 50th Anniversary |
Weiteres
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Marke
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Altinger |
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Modell
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Etappe |
| Extras |
Campagnolo 50th Pedale, Flaschenhalter, Silca |
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Zustand
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konserviert, geprüft & aufbereitet |